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Forderungspfändung - Entscheidungen der Vollstreckungsbehörde

69631

nach § 310 LVwG

Zielgruppe

Kassenverwalter/innen und Mitarbeiter/innen aus dem Vollstreckungsinnendienst, die bereits über mehrjährige Erfahrungen im Bereich der Vollstreckung verfügen und diese zum angebotenen Thema vertiefen wollen.

Inhalte
  1. Systematik der Forderungspfändung
  2. Gesetzliche Beschränkungen nach den §§ 850 bis 852 ZPO
  3. Herabsetzung der Pfändungsfreigrenzen durch die Vollstreckungsbehörde
  4. Das Pfändungsschutzkonto/die Ruhendstellung einer Kontenpfändung
  5. Praktische Übungen
  6. Aktuelle Rechtsprechung zur Thematik
  7. Fragen aus der Praxis
Ziele und Methoden

In der Praxis der Vollstreckungsbehörden spielt die Forderungspfändung eine ganz bedeutende Rolle. Häufig werden entweder das Arbeitseinkommen oder das Bankkonto des Schuldners gepfändet. Beantragt der Schuldner daraufhin Vollstreckungsschutz oder eine Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen, ist eine Entscheidung der Vollstreckungsbehörde erforderlich. Dabei sind alle Beschränkungen und Verbote, die nach den §§ 850 bis 852 der Zivilprozessordnung und anderen gesetzlichen Bestimmungen für die Pfändung von Forderungen und Ansprüchen bestehen, zu beachten. Führt die Vollstreckungsbehörde eine Forderungspfändung wegen eines Zwangsgeldes, Bußgeldes, Ordnungsgeldes oder einer Nutzungsentschädigung zur Vermeidung von Obdachlosigkeit durch, kann sie den pfändbaren Teil des Arbeitseinkommens ohne Rücksicht auf die in § 850c ZPO vorgesehenen Beschränkungen bestimmen. Insoweit hat die Rechtsprechung aber Grenzen gezogen, die die Mitarbeitenden in den Vollstreckungsbehörden kennen müssen. Anhand praktischer Übungen werden die zu treffenden Entscheidungen nachvollziehbar erarbeitet, um den Teilnehmenden die in der Praxis erforderlichen Kenntnisse zu vermitteln. Außerdem werden die Bedeutung des P-Kontos und die aktuelle Problematik zur Ruhendstellung von Kontopfändungen besprochen.

Zusätzliche Hinweise

Dieses Seminar wird in Abstimmung mit dem Fachverband der Kommunalkassenverwalter e. V. und dem Bund der Vollziehungs- und Vollstreckungsbeamten e.V. als Grundlagenseminar für den Vollstreckungsinnendienst empfohlen, um das notwendige Grundwissen für eine korrekte Erledigung der Kassengeschäfte in den Kommunalkassen zu erlangen.

Referent/in
Rainer Goldbach, Dipl. - Rechtspfleger (FH)
Gebühren
180.00 EUR
zzgl. Tagungs- oder Übernachtungspauschale
Roter Punkt
Termin
23.05.2019 , 7 Stunden
Anmeldeschluss: 11.04.2019
Ort
Verwaltungsakademie
Bordesholm